Carsten Schneider (SPD) gibt sich zuversichtlich: Mit mehr Windrädern, mehr Elektroautos und zusätzlichen Investitionen in die Dekarbonisierung der Industrie werde es gelingen, die bestehende CO2-Lücke bis 2030 zu schließen. Insgesamt 67 Maßnahmen enthält das vom Umweltminister vorgelegte neue Klimaschutzprogramm, das die Bundesregierung am Mittwoch beschlossen hat – am letzten Tag der gesetzlichen Frist. Doch kaum war der Maßnahmenkatalog veröffentlicht, stand Schneider auch schon im Kreuzfeuer der Kritik. Die Opposition und selbst der Expertenrat, der die Bundesregierung in Klimafragen berät, bezweifeln, dass Deutschland damit seine Klimaziele erreichen kann. Die Deutsche Umwelthilfe, die zuletzt im Januar erfolgreich Nachbesserungen beim Klimaschutz vor Gericht erstritt, kündigte bereits eine neue Klage an.