
Glosse : Willkommen beim FC Wagenknecht
Ja, verlieren ist Kacke. Vor allem, wenn das Spiel manipuliert, der Platz ein Rübenacker und der Schiedsrichter parteiisch war.
Hört sich ganz banal und einfach an, aber Verlieren ist Kacke." Solche Weisheiten können eigentlich nur von einem Fußballer stammen. Und in der Tat ist es das einleitende Statement des früheren Profikickers Mehmet Scholl zur fünfteiligen ZDF-Dokuserie "Der FC Bayern und die verrückten 90er". Sie führt den Zuschauer unterhaltsam zurück in die Zeiten des legendären "FC Hollywood", der zwar für jede Menge Schlagzeilen sorgte, aber auch für so manche verpatzte Meisterschaft. Und es ist ein äußerst unterhaltsames Lehrstück in Sachen Star-Allüren und Selbstverliebtheit.
Am Ende fehlten gerade mal 13.400 Stimmen
Ja, Verlieren ist Kacke. Vor allem dann, wenn am Ende gerade mal 13.400 Stimmen fehlen. Noch ärgerlicher ist es natürlich, wenn man dafür selbst nicht die Schuld trägt. Weil es Fehler bei der Stimmenauszählung gegeben hat. Weil die Auslandsdeutschen nicht rechtzeitig ihre Wahlunterlagen erhalten haben. Und vor allem, weil die Meinungsforscher in einer sinistren Verschwörung die Umfragen vor der Wahl manipuliert haben.
Nein, wir reden jetzt selbstverständlich nicht mehr über Fußball oder den FC Hollywood. Obwohl, ein Hauch von Hollywood hat das natürlich schon. Oder besser gesagt Washington. Dort wurden ja auch schon einmal eine Wahl manipuliert und der wahre Sieger um das Präsidentenamt gebracht.
Vielleicht reden wir doch noch mal kurz über Fußball. Ja, Verlieren ist Kacke. Die Platzverhältnisse waren unterirdisch, der reinste Acker, der Schiedsrichter total parteiisch und der VAR ein völliger Blindfisch. Willkommen beim FC Wagenknecht. Beim FC Hollywood allerdings wusste zumindest der Trainer um die wahren Ursachen für das schlechte Abschneiden seiner Mannschaft auf dem Platz: "In diese Spiel, es waren zwei, drei oder vier Spieler, die waren schwach wie eine Flasche leer!" Da bleibt nur eins: Ich habe fertig.
Externer Inhalt
Für die Darstellung dieser Inhalte durch soziale Medien (Facebook, Instagram, Mastodon, Youtube, X (ehemals Twitter)) benötigen wir Ihre Einwilligung. Wenn Sie die Inhalte aktivieren, werden Ihre Daten verarbeitet und es wird ein Cookie zwecks Einstellung der Privatsphäre für einen Tag in Ihrem Browser gespeichert. Zusätzlich werden Cookies von Dritten durch die Anbieter selbst erzeugt, auf die wir keinen Einfluss haben.