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Ehrengast Philippinen : "Fantasie beseelt die Luft"

Die Philippinen sind erstmalig auf der Leipziger Buchmesse. Der Auftritt gilt als Vorlauf auf den Auftritt als Ehrengast auf der Frankfurter Buchmesse in Herbst.

21.03.2025
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2 Min

Die Philippinen sind in diesem Jahr erstmalig mit einem eigenen Stand auf der Leipziger Buchmesse vertreten. Der südostasiatische Inselstaat präsentiert sich mit sieben philippinischen Autoren, drei Übersetzern und 150 Buchtiteln. Neben Belletristik stehen Sachbücher sowie Graphic Novels und Comics im Vordergrund. Themen der Werke sind unter anderem Klimawandel, Kolonialismus, Globalisierung und soziale Ungleichheiten.

Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com / Josefiel Rivera

Mit Themen wie Kolonialismus, Globalisierung und soziale Ungleichheiten wollen sich philippinische Autoren im Herbst auf der Frankfurter Buchmesse präsentieren.

Der Auftritt in Leipzig gilt als Vorlauf für die Frankfurter Buchmesse vom 15. bis 19. Oktober dieses Jahres, an der die Philippinen als Ehrengast teilnehmen werden. "Die Leipziger Buchmesse 2025 markiert einen weiteren Meilenstein für die philippinische Literatur - hier finden unsere Geschichten neue Stimmen, eine neue Leserschaft und einen Platz in der lebendigen Literaturlandschaft Deutschlands", sagt Karina Bolasco, Leiterin des philippinischen Literaturprogramms auf der Frankfurter Buchmesse.

Ehrengast Philippinen präsentiert sich auf den Buchmessen in Leipzig und Frankfurt 

Das Motto des Ehrengast-Auftritts "Die Fantasie beseelt die Luft" stammt aus dem Epos "Noli Me Tangere" (Rühre mich nicht an) des Schriftstellers und Arztes José Rizal (1861-1896) über die Willkür des spanischen Kolonialregimes. Es ist zudem eng mit Deutschland verbunden: Rizal verfasste das Buch nach seinem Medizinstudium in Madrid während seiner Fachausbildung an der Universitätsaugenklinik in Heidelberg. Das Buch wurde 1887 in Berlin gedruckt. Rizal wird auf den Philippinen bis heute als Nationalheld verehrt. Jedes Jahr am 30. Dezember (Rizal Day) wird seiner Hinrichtung im Jahr 1896 durch die spanische Kolonialregierung offiziell gedacht.

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In Frankfurt wollen sich die Philippinen mit einem 2.000 Quadratmeter großen Pavillon präsentieren. Rund 70 Kulturschaffende des Landes werden anreisen. "Wir haben eine einmalige Mischung von Kulturen aus indigenen, südostasiatischen, spanisch-kolonialen und US-amerikanischen Einflüssen", führt Bolasco an. Auf den Philippinen würden 135 Sprachen gesprochen. In der Vergangenheit sei im Verlagswesen vor allem Englisch dominant gewesen, seit den 1990er Jahren werde Literatur vermehrt in der zentralphilippinischen Sprache Tapalog veröffentlicht.